Jeder kann als Coach tätig sein – Gefahren im Coaching

Ich habe lange mit mir gerungen, diesen Artikel zu schreiben. Weil ich mich hier auch verletzlich zeige, da es ein Teil der Verarbeitung meines Traumas ist. Ich hoffe, dass dieser Artikel zur Reflexion anregt: Auch bei Menschen, die sich entschieden haben, als Coach zu arbeiten.

Wenn ich hier von Coaching schreibe, meine ich Life Coaching.

Das Bedürfnis haben, Menschen zu helfen ist uns wohl allen gleich.
Die Strategien, wie wir uns dieses Bedürfnis erfüllen, wie wir helfen – die sind unterschiedlich.
Eine dieser Strategien möchte ich heute etwas beleuchten: Coaching – und ich schreibe hier von Coaching und Beratung, ohne die entsprechende Ausbildung / Weiterbildung.

Jeder Mensch kann als Coach tätig werden

Du möchtest ein Coach sein? Ganz einfach! Erstelle eine Webseite und schreib drauf:
„Ich habe es auch geschafft und möchte mit dir an Veränderungen arbeiten.“
Wie oft lese ich das:
Menschen, die selbst durch Krisen gegangen sind und jetzt anderen Menschen zur Seite stehen wollen. Ich bin auch durch eine Krise gegangen und gehe es noch: Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung. Ein Coaching ist Teil meines Traumas. Würde ich jetzt eine Beratung für Menschen mit Trauma durch Coaching anbieten? Nein! Ich habe keine Ausbildung in diesem Bereich.
Ich bin schockiert wenn ich sehe, wie viele Menschen ohne Ausbildung anderen Menschen Dienstleistungen anbieten, die im Bereich persönliche Entwicklung, Beziehungen und auch Ernährung / Bewegung liegen. Ich bin bedrückt, weil ich weiß, wie viele Menschen genau diese Hilfe brauchen und sich dann an Coaches / BeraterInnen wenden ohne zu wissen, worauf sie sich einlassen.

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Achtsamkeit in der Kommunikation – Ohne Empathie geht nichts!

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Wenn Achtsamkeit nur ein Schlagwort ist um eigene Interessen durchzusetzen, ist es keine Achtsamkeit. Ich habe in den letzten Wochen viel über Achtsamkeit im Umgang und in der Kommunikation miteinander nachgedacht.
Pseudo Achtsamkeit ekelt mich an und ich kann damit auch nichts mehr anfangen. Woran ich merke, dass es sich um wirkliche Achtsamkeit handelt, schreibe ich hier mal auf:

Achtsamkeit hat viel mit Empathie und Mitgefühl zu tun, auch in der Kommunikation miteinander.
Wo keine Empathie und kein Mitgefühl zu erspüren sind und es dir nicht entgegen gebracht wird, da ist auch keinerlei Achtsamkeit im Spiel. Achtsamkeit ist NICHT nur auf die eigenen Interessen und Bedürfnisse zu achten.
Sobald ich jemandem erklären muss was Mitgefühl ist, was Empathie ist und vor allem der Moment, wo ich darum werben muss und bitten –  ist der Punkt gekommen zu sehen:
Die Kommunikation führt ins Nirgendwo.

Achtsame Kommunikation ist nicht: zu reagieren – sondern in Beziehung zueinander treten. Wirklich zuhören, aufeinander eingehen, die Gefühle des anderen Menschen berücksichtigen – DAS ist Achtsamkeit! Weiterlesen