Mitgefühl – Auch wenn es donnert, nicht nur wenn die Sonne scheint

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Wie oft höre ich in meiner Meditationsapp das Wort „Mitgefühl“ und habe immer genickt. Wie oft habe ich nie darüber nachgedacht und auf einmal tue ich es doch.
Und nun mal Zeit für etwas Ehrlichkeit und Reflexion:
Mitgefühl mit einem Menschen fühlen, sich in jemanden hinein versetzen. Oft ist es so, je mehr Liebe wir für einen Menschen in unserem Herzen haben, desto größer unser Mitgefühl – BIS – ja bis diese Person plötzlich einen Fehler macht, wir uns streiten, bis jemand etwas sagt, was uns gegen den Strich geht oder uns jemand verletzt. Und dann ist da plötzlich Ende mit Mitgefühl, es existiert nicht mehr.

Ich schreibe hier nicht von, alle sollten die andere Wange hinhalten und jedem der sie verletzt oder beleidigt einen Keks anbieten und sofort zusammen „Kumbaya“ anstimmen. Auch verärgert sein, enttäuscht sein ist menschlich. Aber Hand aufs Herz, wir erwarten oder erhoffen uns für alles und jedes eine ernst gemeinte Entschuldigung. Aber wann sind wir bereit mal hinter die Fehler der anderen Menschen zu sehen? Weiterlesen

Sich selbst verzeihen – Selbstmitgefühl, Akzeptanz und Veränderung

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Verzeihen und vergeben – den anderen – ist für mich schon ein Wert in meinem Leben.
Fehler und Verletzungen passieren, Enttäuschungen bleiben nicht aus. Absichtlich oder unabsichtlich: Niemand ist fehlerfrei und jeder Mensch hat schon jemanden verletzt. Jeder hat Dinge getan, die er bereut und rückgängig machen möchte. Und mit „jeder“ meine ich natürlich auch mich selbst.

Je näher mir der Mensch steht, der mich verletzt hat, desto eher kann ich verzeihen. Ich sehe den Menschen als Ganzes und nicht als den Fehler. Ich weiß ja, warum mancher Mensch so reagiert, kenne das Muster, aus dem die Verletzung entsteht. Der Fehler und die Verletzung machen aber den Menschen für mich nicht aus! Dieser Mensch ist so viel mehr!
Das heißt nicht, dass ich nicht wütend und traurig bin. Es bedeutet nicht, es tut nicht weh. Ich entscheide mich aber bewusst dafür, dem anderen zu verzeihen.

Nur einem Menschen kann ich nie verzeihen, einem Menschen schiebe ich immer die Schuld zu, vergebe nie, versöhne mich nicht und hadere. Ich hasse diesen Menschen für seine Fehler und die Verletzungen, die er anderen zufügt. Ich will, dass dieser Mensch perfekt ist und keine Fehler macht. Gegenüber diesem Menschen bin ich hart und unnachgiebig, für ihn habe ich nicht ein gutes Wort übrig: Dieser Mensch bin ich selbst. 
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