Jeder kann als Coach tätig sein – Gefahren im Coaching

Ich habe lange mit mir gerungen, diesen Artikel zu schreiben. Weil ich mich hier auch verletzlich zeige, da es ein Teil der Verarbeitung meines Traumas ist. Ich hoffe, dass dieser Artikel zur Reflexion anregt: Auch bei Menschen, die sich entschieden haben, als Coach zu arbeiten.

Wenn ich hier von Coaching schreibe, meine ich Life Coaching.

Das Bedürfnis haben, Menschen zu helfen ist uns wohl allen gleich.
Die Strategien, wie wir uns dieses Bedürfnis erfüllen, wie wir helfen – die sind unterschiedlich.
Eine dieser Strategien möchte ich heute etwas beleuchten: Coaching – und ich schreibe hier von Coaching und Beratung, ohne die entsprechende Ausbildung / Weiterbildung.

Jeder Mensch kann als Coach tätig werden

Du möchtest ein Coach sein? Ganz einfach! Erstelle eine Webseite und schreib drauf:
„Ich habe es auch geschafft und möchte mit dir an Veränderungen arbeiten.“
Wie oft lese ich das:
Menschen, die selbst durch Krisen gegangen sind und jetzt anderen Menschen zur Seite stehen wollen. Ich bin auch durch eine Krise gegangen und gehe es noch: Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung. Ein Coaching ist Teil meines Traumas. Würde ich jetzt eine Beratung für Menschen mit Trauma durch Coaching anbieten? Nein! Ich habe keine Ausbildung in diesem Bereich.
Ich bin schockiert wenn ich sehe, wie viele Menschen ohne Ausbildung anderen Menschen Dienstleistungen anbieten, die im Bereich persönliche Entwicklung, Beziehungen und auch Ernährung / Bewegung liegen. Ich bin bedrückt, weil ich weiß, wie viele Menschen genau diese Hilfe brauchen und sich dann an Coaches / BeraterInnen wenden ohne zu wissen, worauf sie sich einlassen.

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