Wir sind nicht verantwortlich, wie sich ein anderer fühlt – Also scheiß drauf? Ich kann sagen und tun, was ich will?

Durch die Therapie und die Arbeit an mir selbst: Achtsamkeit, Meditation, Gewaltfreie Kommunikation und vor allem Selbstreflexion habe ich gelernt, die Verantwortung für meine eigenen Gefühle zu übernehmen.

Wo früher oft ein: „Du hast Schuld, dass ich mich so fühle….“ stand, achte ich heute darauf, was in mir ausgelöst wird und bearbeite meinen Anteil. Und ich kommuniziere das auch genau so.

Für mich gibt es auch einen – fühlbaren! – Unterschied zwischen: „Du hast mich verletzt!“ und „Ich bin verletzt.“ Das eine ist eine Schuldzuweisung und die Verantwortung abgeben. Das andere ist jemandem mitteilen, wie ich mich jetzt fühle.

Statt also Vorwürfe und Schuldzuweisungen auszuteilen: „Du hast mich verletzt.“ setze ich mich heute damit auseinander und reflektiere. Was wurde gesagt und getan? Was hat es in mir ausgelöst? Was ist hier mein Bedürfnis und erst dann gehe ich in die Kommunikation. Meine Eigenverantwortung liegt hier also bei: Selbstreflexion, Verantwortung für meine Gefühle übernehmen, meine Grenzen und Bedürfnisse zu formulieren. Warum ich das so bewusst schreibe? Weil ich es erlebt habe, dass Menschen unter dem Banner von „Du bist selbst für deine Gefühle verantwortlich“ in zwischenmenschlichen Beziehungen auch scheinbar vergessen: Achtsamkeit, Vorsicht, Einfühlung, Rücksicht und Respekt im Umgang miteinander. Ein FIKTIVES Beispiel, um mich verständlich zu machen:

Stellt euch vor, ihr vertraut einem euch nahe stehenden Menschen etwas an. Damit zeigt ihr euch verletzlich.
Was ihr dieser Person anvertraut, würdet ihr sonst mit niemandem teilen. Ein paar Tage später erfahrt ihr, dieser Mensch hat das ihm anvertraute einem anderen erzählt. Tja nun, tut weh. Der Schmerz liegt bei mir! Ich gehe jetzt nicht hin und erkläre dem anderen, er ist ein dummes Arschloch. Haue ihm wohlmöglich in die Fresse und erkläre ihm dann: „Du hast mich wütend gemacht!“ Ich kann sehr wohl sagen: „Ich bin wütend und verletzt. Ich habe dir etwas erzählt und mir ist Vertrauen wichtig. Du hast es xy erzählt.“ Und ich frage auch, was den anderen bewogen hat, was sein Bedürfnis in dem Moment war. Möglicherweise war dieser Mensch ja hilflos und überfordert! Und kann dann die Bitte formulieren, dass Dinge eben zukünftig wirklich unter uns bleiben. Hier komme ich meiner Eigenverantwortung nach: Ich kümmere mich um meine Wut (hinter der wohl Schmerz steckt), kommuniziere meine Gefühle und Bedürfnisse im Miteinander und ich setze eine Grenze: So bitte nicht! Und ich entscheide, was ich diesem Menschen weiterhin anvertraue.

Könnt ihr euch vorstellen, dass dieser Mensch dann antwortet: „Wie du dich jetzt fühlst, liegt bei dir. Du bist für dich selbst verantwortlich!“?

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Hinter Worte schauen – See Me Beautiful

Mich berührt dieser Song von Red Grammer sehr und ich möchte ihn mit euch teilen.
Für mich ist es eines der größten Geschenke, was ich geben und empfangen kann: Jemanden wirklich zu sehen. Hinter seine Worte zu schauen und hinter das, was er gerade tut. Diesen Menschen mit seinen Bedürfnissen und Gefühlen wahrzunehmen.

See Me Beautiful

See me beautiful
Look for the best in me
It’s what I really am
And all I want to be
It may take some time
It may be hard to find
But see me beautiful

See me beautiful
Each and everyday
Could you take a chance
Could you find a way
To see me shining through
In everything I do
See me beautiful

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Ist das noch Selbstfürsorge oder schon Egoismus und Vermeidung?

Der Grat ist manchmal sehr schmal. Und manchmal, ganz bewusst benutzen wir Selbstfürsorge als Deckmantel für Egoismus und als Ausrede. Auch ich habe das getan.
Gleich zu Beginn: Ich habe in der Therapie Selbstfürsorge gelernt und finde das sehr wichtig! Körper und Seele etwas Gutes tun, für mich sorgen!
Das war ein völlig neues Konzept für mich und fühlte sich am Anfang sehr fremd an. Zur Selbstfürsorge zählen für mich nun auch, endlich mal „Nein“ sagen zu können und mir nicht jeden Schuh anzuziehen. Bei mir bleiben und bestimmte Dinge auch bei anderen Menschen lassen zu können.
Auch kleine Auszeiten, Kraft tanken – zählen für mich zur Selbstfürsorge, genau wie gesunde Ernährung und Meditation.

Wo bei Selbstfürsorge allerdings meine Grenze ist: Ich, ich, ich – nur ich.
Wenn meine Selbstfürsorge anderen Menschen Schaden zufügt, dann ist es an mir, zu reflektieren.
Auch wenn ich nur nehme, im Rahmen der Selbstfürsorge, ist das für mich falsch.

Worüber ich heute schreibe, ist Selbstfürsorge im Zusammenhang mit anderen Menschen.

Vielen Dank an Tollabea für dieses Bild! <33

Selbstfürsorge und Menschen, die mir wichtig sind:

Selbstfürsorge ist für mich auch: Zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen, meine Bedürfnisse zu kommunizieren, Grenzen zu setzen und das im Austausch mit der anderen Person. Respekt und Wertschätzung sind ein wichtiger Teil von Selbstfürsorge, es fühlt sich gut an!
Auszeiten sind ok und die braucht jeder Mensch. Mich allerdings komplett über Monate aus Freundschaften raus ziehen, für den anderen nicht mehr da sein, ist nicht gut. Diesen Fehler habe ich gemacht.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen Vermeidung und Selbstfürsorge!!

Selbstfürsorge und „toxische“ Menschen:

Es gibt so viele schlaue Sprüche, toxische Menschen aus dem Leben zu entfernen. Hiermit habe ich ein großes Problem. Wer ist toxisch? Sind wir nicht alle ein wenig toxisch und gut auf der anderen Seite? Ich meine damit jetzt nicht Menschen, die uns vorsätzlich Schaden zufügen und missbrauchen. Toxisch wird ja heute für fast alles benutzt.
Und dann gibt es viele Ratschläge, diese Menschen aus dem Leben zu entfernen. Egal wie es dem anderen damit geht und wie er sich fühlt. Ist ja nicht unsere Sache, nicht wahr? Wie fühlt sich das beim Lesen an? Möchtest du dieser „toxische“ Mensch sein?

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Words Are Windows (or They’re Walls)

Mit dem Herzen hören, von Herzen sprechen. Ihr kennt das sicher! In manchen Situationen und in manchen Gesprächen ist uns das noch wichtiger, als sonst.

Bitte verstehe mich, bitte sieh mich! Ich möchte dich auch wirklich sehen und verstehen. Du bist mir wichtig!

In den letzten Tagen habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wie sehr ich mir wünsche andere Worte gewählt zu haben. Wie sehr ich mir wünsche, mehr darauf geachtet zu haben, nicht mit Worten zu verletzen.
Wie wichtig es gewesen wäre, in den Momenten wo bestimmte Menschen sich mir gegenüber verletzlich gezeigt haben, dies auch wirklich zu erkennen.

Wie oft können Worte heilen und wie oft Schaden zufügen?!

Heute bin ich dann über dieses Gedicht gestolpert (Zufall?!) und es hat mich wahnsinnig berührt. Vielleicht spricht es auch euch aus dem Herzen:

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Mein Unterschied zwischen „Verstehen“ und „Verständnis haben“ – und warum Verständnis jetzt manchmal später kommt

Das P.S. setze ich hier mal an den Anfang, im Dezember 2020: Seit ich diesen Blogbeitrag geschrieben habe, habe ich mich noch weiterentwickelt. Ich lasse diesen Beitrag hier trotzdem stehen, als Zeichen meiner Entwicklung. Mittlerweile habe ich zur Gewaltfreien Kommunikation gefunden.
Was ich hier damals versuchte zu beschreiben ist: Mir Selbstempathie zu geben, bevor ich auf die Bedürfnisse und Gefühle eines anderen Menschen schauen und mich damit verbinden kann. In mich sehen: Was wurde jetzt in mir ausgelöst. Und ich hatte in diesem Artikel hier zwei Dinge vermischt: Vorsätzliche Verletzungen, ja Menschen fügen anderen vorsätzlich Schmerz zu. Das bewerte ich nicht, auch hier versuche ich mich einzufühlen. Und Verletzungen, die ich als solche empfinde, weil etwas in mir ausgelöst wurde.
Eines ist mir in jedem Fall in jeglicher zwischenmenschlicher Beziehung wichtig: Hinter das zu schauen, was gesagt und getan wurde. Einfühlen: Was sind jetzt die Bedürfnisse und Gefühle dieses Menschen? Und mich selbst dabei nicht vergessen. So entsteht Verbindung. Und das meine ich mit Verständnis. Verstehen, auf der Sachebene bleiben: Nur die Worte und Taten eines Menschen sehen, mit meinen Interpretationen und Analysen mischen, macht für mich zwischenmenschliche Verbindung unmöglich. In den letzten Tagen habe ich darüber geschrieben:

Hinter Worte schauen – See Me Beautiful

Und ab jetzt mein Beitrag aus dem Januar 2019:

Es heißt ja oft, es gibt einen Unterschied zwischen:
„Ich verstehe dich / das.“ und „Ich habe Verständnis für dich / dafür.“
Da Verständnis bei mir allerdings immer fast zeitgleich zum Verstehen passierte, habe ich mir darüber nie wirklich Gedanken gemacht. Seit dem Trauma und der PTBS, seit Selbstreflexion und Achtsamkeit hat sich das bei mir allerdings verändert. Wo bei mir der Unterschied zwischen „Verstehen“ und „Verständnis“ liegt:

Verstehen bedeutet für mich eher, etwas rational aufnehmen und wahrnehmen. Ich habe es aufgenommen, ich weiß es jetzt. Sachebene nennt sich das wohl.
Verständnis hingegen ist tiefer – Verständnis ist ein emotionaler Prozess, mich damit identifizieren, Mitgefühl entwickeln, empathisch sein. Und oft genug braucht es zwei Seiten, die mit offenem Herzen kommunizieren, damit Verständnis wirklich möglich ist.
Jeder Mensch möchte verstanden werden, möchte das ihm Verständnis entgegengebracht wird, gerade in zwischenmenschlichen Beziehungen ist uns das doch so wichtig – besonders im Falle einer Verletzung.
Früher hatte ich fast immer Verständnis, mir hat jemand weh getan, mir erklärt warum (oder auch nicht) und sofort habe ich Verständnis gezeigt und verziehen. So war ich seit frühester Kindheit geprägt – Nachsicht und Rücksicht und immer Verständnis haben!

Oft genug allerdings bin ich beim Verständnis für mir entgegengebrachte Verletzungen nicht den notwendigen Prozess für mich gegangen:

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Warum Rechtfertigungen in achtsamer Kommunikation nichts verloren haben – Der Unterschied zwischen Erklärungen und Rechtfertigungen

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Zur Achtsamkeit gehört vor allem eins: Selbstreflexion. Wie oft habe ich mich in meinem Leben gerechtfertigt? Vor mir und vor anderen. Wohl gefühlt habe ich mich damit nicht. Es kostete Kraft und führte zu vielen Konflikten.

Seitdem ich mich mit gewaltfreier und achtsamer Kommunikation beschäftige und die Fähigkeit zur Selbstreflexion entwickelt habe, fiel mir auf: Rechtfertigungen haben in achtsamer Kommunikation nichts zu suchen. Durch Rechtfertigungen habe ich unbewusst versucht, die Verantwortung von mir auf andere zu übertragen. Oft genug habe ich damit Dinge vor mir selbst schön geredet. Und ich habe andere Menschen beobachtet, in der Kommunikation mit mir: Es gab viele Rechtfertigungen und das eskalierte noch jedes einzelne Mal. Von Wertschätzung, Respekt und einer Kommunikation auf Augenhöhe konnte ich nichts mehr spüren.

Wo liegt er nun – der Unterschied zwischen Rechtfertigung und Erklärung?
Den Unterschied spüre ich in der Kommunikation. Rechtfertigung ist eine Mauer bauen – sich erklären, ist dem anderen Menschen die Hand reichen und Verantwortung übernehmen. Mit einer Erklärung zeige ich mich verletzlich und somit authentisch. 

Rechtfertigungen werden benutzt, um das eigene Verhalten zu untermauern. Ich bin im Recht. Ich stelle meine Wahrheit auf und rechtfertige mein Handeln damit, vielleicht auch vor mir selbst. Bei einer Rechtfertigung geht es darum klarzustellen, mein Handeln oder meine Worte waren OK und richtig – ohne Wenn und Aber. Egal, ob es doch Fehler war und ich vielleicht sogar jemanden verletzt habe. Flucht vor der Verantwortung – sich davon befreien wollen, bewusst oder unbewusst.
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Achtsamkeit in der Kommunikation – Ohne Empathie geht nichts!

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Wenn Achtsamkeit nur ein Schlagwort ist um eigene Interessen durchzusetzen, ist es keine Achtsamkeit. Ich habe in den letzten Wochen viel über Achtsamkeit im Umgang und in der Kommunikation miteinander nachgedacht.
Pseudo Achtsamkeit ekelt mich an und ich kann damit auch nichts mehr anfangen. Woran ich merke, dass es sich um wirkliche Achtsamkeit handelt, schreibe ich hier mal auf:

Achtsamkeit hat viel mit Empathie und Mitgefühl zu tun, auch in der Kommunikation miteinander.
Wo keine Empathie und kein Mitgefühl zu erspüren sind und es dir nicht entgegen gebracht wird, da ist auch keinerlei Achtsamkeit im Spiel. Achtsamkeit ist NICHT nur auf die eigenen Interessen und Bedürfnisse zu achten.
Sobald ich jemandem erklären muss was Mitgefühl ist, was Empathie ist und vor allem der Moment, wo ich darum werben muss und bitten –  ist der Punkt gekommen zu sehen:
Die Kommunikation führt ins Nirgendwo.

Achtsame Kommunikation ist nicht: zu reagieren – sondern in Beziehung zueinander treten. Wirklich zuhören, aufeinander eingehen, die Gefühle des anderen Menschen berücksichtigen – DAS ist Achtsamkeit! Weiterlesen

Die Tür war immer offen – Was Achtsamkeit verändern kann

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Wie lange und wie oft habe ich das mit den Veränderungen im Leben versucht? Jedesmal gescheitert, meistens schon zu Beginn. Dabei war mir immer klar: Raus aus der Depression geht nur, wenn du etwas änderst, raus aus den Mustern und Prägungen. Endlich die eigenen Werte leben können.

Veränderungen. Wie bedrohlich das klingt.

Das Ergebnis? Ich habe es versucht! Ich habe daran gearbeitet: Meine Vergangenheit analysiert. Woher mein Verhalten kommt. Welche Ursachen es in meinem Leben gibt, damit ich etwas ändern kann. Bücher verschlungen, Therapien etc. Ich bin den Worten und den Wegen anderer Menschen gefolgt.
Was auf der Strecke geblieben ist? Einfach nur ACHTSAM SEIN!
Alleine das Wissen zu Veränderungen, zwanghaft zu versuchen es umzusetzen, bewirkte das Gegenteil.

Vor 1,5 Monaten dann die Erkenntnis und der Durchbruch:
Meditation bringt mich zu mir. Meditation schafft mir den Raum im Kopf und die Klarheit, die ich brauche. Was nutzt es meine Vergangenheit zu analysieren, alles wieder ans Licht zu zerren? Was nutzt es denn mir meine Fehler ständig vor Augen zu halten? Was nutzt es mich permanent in der Opferrolle zu suhlen? Weiterlesen

Selbstmitgefühl – Perspektivenwechsel

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Das Letzte, was ich als Mensch mit einer Depression für mich empfinden kann, ist Selbstliebe. Dieses Konzept klingt wie etwas aus einem Fantasy Roman. Ich habe das für mich komplett abgelehnt und für unmöglich erachtet. Meditation hat mir geholfen, eine andere Perspektive zu finden. Vielleicht kann dieser Artikel auch anderen Menschen helfen, die bisher ebenso keinen Zugang zu Selbstliebe finden können, ihre eigene Perspektive zu entdecken.

Selbstmitgefühl, statt Selbstliebe. Schon alleine das Wort Mitgefühl löst etwas in mir aus. Wärme, das Bedürfnis die Hände auszustrecken und jemandem zu helfen. Die ersten kleinen Versuche während der Meditation mit Selbstmitgefühl auf mich zu schauen, haben mir gezeigt:

Ich lebe vegan und ein Grund dafür ist: Ich möchte keinem anderen Lebewesen Leid zufügen. Diesen Wert wollte ich unbedingt leben. Meine Unfähigkeit Selbstmitgefühl zu empfinden, stand mir dabei im Weg, hat es unmöglich gemacht.
Dadurch habe ich Menschen, die mir nahe stehen, die ich liebe, immer wieder verletzt. Unabsichtlich zwar, nicht bewusst und vorsätzlich aber ich habe anderen Menschen Leid zugefügt. Und das geht komplett gegen meine Werte.
„Man kann niemanden lieben, wenn man sich selbst nicht liebt.“ Wie sehr habe ich diesen Satz gehasst. Die Wahrheit ist: Ich habe meine eigene Interpretation davon gehasst. Weiterlesen

Laufen mit dem Trauma – Laufcoach im Ohr

„Ich gehe jetzt mal laufen.“ Nach über einem Jahr wollte ich es nun wieder wissen. Mein Trauma, der Drang dazu vor dem seelischen Schmerz wegzulaufen, trieb mich dazu die Laufschuhe anzuziehen und ab ging die Post.
Raus, Kopfhörer auf, Musik auf laut und los. Schmerzen ignoriert, körperliche Grenzen ignoriert, mich mehrfach dabei übergeben. Ergebnis nach ein paar Tagen? Knie geschwollen, wie ein Luftballon. Frust, weil es mir nicht half. Körperlich fühlte ich mich oft schlechter, als besser.

Warum ich nun trotzdem fast jeden Morgen meine Laufklamotten anziehe, aus dem Haus gehe und laufe? Das habe ich meinem Laufcoach zu verdanken, der mir einen ganzheitlichen Ansatz zum Laufen vermittelt hat. Jemand, der mich motiviert und den ich die ganze Zeit dabei habe. Jemand, der mir erklärt: Es ist nicht wichtig, wie viele Kilometer ich in welcher Zeit absolviere. Mein eigenes Tempo finden und mich gut dabei fühlen.

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